Die Vereinsgeschichte des SC Bodelschwingh 1962 e.V.

Die Idee zur Gründung eines Sportschützenverein entstand schon 1962 in der Gaststätte "Dorfschänke", Auf dem Kellerkamp in Bodelschwingh. Zunächst traf man sich jeden Sonntag in dieser Gaststätte, um mit zwei geliehenen Luftgewehren auf zwei Schießbahnen ohne Scheibenzuganlagen die ersten Erfahrungen im Schießsport zu sammeln. Diese Schießbahnen befanden sich in einem Nebenraum der Gaststätte. Im Januar 1962 wurde dann die Idee zur Vereinsgründung in die Tat umgesetzt. Die ersten Mitglieder des neu gegründeten Vereins waren : Friedel Hus, Johannes Stallheinrich, Klaus Huchthausen, Heinz Braun, Klaus Klanert Erika und Wilhelm Hirsch, Rainer Petruschinski und Helmut Schnabel.

Zu ihrem Vorsitzenden wählten die Mitglieder den Vereinswirt Wilhelm Hirsch. In den Statuten wurde u. a. festgelegt, daß der Sinn und Zweck dieser Gemeinschaft neben dem sportlichen Schießen in der Pflege der Geselligkeit bestehen sollte. Um den Clubcharakter zu erhalten, sollte die Mitgliederzahl auf höchstens 15 beschränkt bleiben. Diese Regelung wurde auch lange beibehalten. Bereits nach einem Jahr besaß der Verein ein neues Luftgewehr »Modell Weihrauch« und 2 Scheibenzuganlagen, die im Gesellschaftszimmer der Dorfschänke provisorisch eingerichtet wurden, da die Entfernung nur 9,50 Meter betrug.

1964 wechselte der Schießclub das Vereinslokal zur Gaststätte Wiemann in der Schloßstraße. Zuerst wurden dort zwei, später dann vier Schießbahnen eingerichtet und ein weiteres neues Luftgewehr angeschafft. In den folgenden Jahren nahm die Aktivität immer mehr zu und die Schießergebnisse wurden merklich besser. 1966 wurde vom 1. Vorsitzenden die Aufnahme in den Westfälischen Schützenbund e.V. beantragt und das neue Mitglied des Schützenbundes nahm in der 3. Kreisklasse mit 2 LG-Mannschaften an der Rundenwettkampf-Saison 1966/67 teil. Zu diesem Zeitpunkt wurde Herrmann Quidas 1. und Rainer Barrenbrügge 2. Schießwart. Für die Saison 1967/68 nahm zusätzlich eine Luftpistolen-Mannschaft an den Rundenwettkämpfen teil. Im darauffolgenden Jahr stieg die 1. LG-Mannschaft in die 2. Kreisklasse auf und nur ein Jahr später, in der Saison 1968/69 folgte der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Das war ein beachtlicher Erfolg, auf den der Verein stolz sein konnte.

Besonders erfolgreich war auch die Jugendarbeit. 1970 belegte Wilfried Becker bei den Kreismeisterschaften den 1. Platz und wurde Kreismeister der Jugendklasse. In den folgenden Jahren folgten weitere gute Plazierungen in der Jugend- und Juniorenklasse. Diese Erfolge waren das Ergebnis der guten Jugendarbeit der Schieß- und Jugendwarte Hermann Quidas, Rainer Barrenbrügge und Paul Erdmann.

Im Jahre 1972 feierte der Schießclub vom 06.05.-08.05. sein 10 jähriges Bestehen in einem Festzelt auf dem Sportplatz an der Wenemarstraße. Zum Zeitpunkt des Jubiläums bestand der Verein aus 14 Mitgliedern. Die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernahm der damalige Oberbürgermeister Sondermann. An allen Tagen spielte das Blasorchester der Kolpingfamilie Bodelschwingh zur Unterhaltung und zum Tanz. Am Samstag wirkte der Turnverein Eintracht 1885 e.V. und am Sonntag der Männergesangverein Frohsinn 1882 Bodelschwingh mit. Für den Dorfabend am Montag fand eine Unterhaltungsveranstaltung statt. Hier wirkten die Ruhrparodisten sowie Fred Mauritz als singender Seemann mit. Am Sonntag fand dann ein Festumzug mit den Nachbarvereinen durch den Raum Westerfilde / Bodelschwingh statt. Am 17.06. 1975 verstarb plötzlich und unerwartet der bis dahin amtierende Vorsitzende Wilhelm Hirsch. Im darauffolgende Jahr wurde der Schießstand auf 7 Schießbahnen ausgebaut. um zwischenzeitlich 25 aktiven und 17 passiven Mitgliedern bessere Trainingsbedingungen anbieten zu können. Den Ausbau des Schießstandes, der in Eigenleistung durchgeführt wurde, haben die Mitglieder insbesondere dem Vereinswirt Heinz Markhöfer und Hauswirt Heinz Renkhoff zu verdanken.

Durch den Standausbau konnte der Verein weitere sportliche Erfolge erzielen. So stieg die LP-Mannschaft 1976 in die Bezirksklasse auf. Bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften waren die Bodelschwingher Schützen stets auf den Medaillenrängen vertreten. Um die Anerkennung als gemeinnütziger Verein zu erhalten, erfolgte am 8.1.1977 der Eintrag im Vereinsregister als SC Bodelschwingh 1962 e.V.

Neben den vielen sportlichen Aktivitäten kam aber auch das gesellschaftliche Leben in unserem Verein nicht zu kurz. Anläßlich Vereinsjubiläum am 4.6.1977 wurde nach mehrjähriger Unterbrechung wieder ein Eintagskönig ausgeschossen. Als Eintagskönig aus diesem Wettkampf ging das Vereinsmitglied Wilfried Steckelbach hervor. Zu seiner Eintagskönigin wählte er seine Ehefrau Inge. Am 4.5.1978 übernahm der 2. Vorsitzende Paul Becker die Gaststätte Wiemann.

Am 25.11.1978 gewannen die LP-Schützen des Vereins unerwartet in der jungen Vereinsgeschichte den Kreispokal des Schützenkreises Dortmund West/Castrop-Rauxel. Dieser Erfolg wurde in den nun folgenden Jahren in ununterbrochener Reihenfolge von den LP-Schützen Bodelschwingh wiederholt.

Zwischenzeitliche Meinungsverschiedenheiten über die Standbenutzung des 2. Vorsitzenden und Gastwirtes der Gaststätte Wiemann, Paul Becker haben dazu geführt, daß der Verein am 21.10.1979 den leerstehenden Saal der kath. Kirchengemeinde in Bodelschwingh anmietete. Hier wurde in kürzester Zeit ein Schießstand mit 10 Ständen aufgebaut. Trotz dieses großzügigen Schießstandes und der ständig steigenden Mitgliederzahl reifte im Vorstand der Gedanke, ein vereinseigenes Clubhaus mit modernem Schießstand zu errichten.

Im Jahre 1980 war neben den Vorstandswahlen zentrales Thema der Kauf und der Abbruch eines Holzhauses der Firma Kreutzer. Dieses Holzhaus wurde am 01.03.1980 beim Unfallkrankenhaus Fredenbaum demontiert und beim Vereinsmitglied Gerd Sonntag zwischengelagert. Dieses Holzhaus diente dem Krankenhaus als vorübergehendes Röntgenarchiv und wurde zum Preis von 1.000 DM vom Verein gekauft.

Mit einem Kassenbestand von 1572,65 DM, einem zinsloses Darlehn von 20000 DM des Landessportbundes und einen Zuschuß von 20000 DM der Stadt Dortmund konnten wir beginnen. Da Zuschuß und Darlehen auf Nachweis abzuwehren wahren, nahmen K.H. Flessel, H. Aßheuer und R. Barrenbrügge ein Darlehen von 30000 DM bei der Stadtsparkasse auf. Am 01.07.1980 wurde der Pachtvertrag mit der Stadt Dortmund für das jetzige Vereinsgelände an der Wenemarstr. 5 in Dortmund-Bodelschwingh unterschrieben. Am 07.11.1980 erhielt der Verein die Baugenehmigung zur Errichtung eines Vereinshauses in Holzbauweise. Die BauscheinNr. für das zukünftige Vereinshaus lautete: 65/25 0764. Zur Grundsteinlegung waren neben vielen Vereinsmitgliedern auch der Bürgermeister Gustav Korthen und das Ratsmitglied Willi Wiegmann erschienen, die symbolisch die ersten Schubkarren mit Erdreich bewegten. In vielen Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder konnte am 30.04.1981 Richtfest gefeiert werden. Nach einer Bauzeit von nur 10 Monaten war das Clubhaus für die Aufnahme des Trainigsbetriebes fertig. Obwohl es durch den Hallenbau zu einem erheblichen Trainingsrückstand unserer leistungsstarken Schützen kam, wurden in allen Disziplinen ständig neue sportliche Erfolge erzielt. So stieg die 1. LP-Mannschaft 1979 und die 1 LG-Mannschaft 1980 in die Landesliga auf und konnte auf der Landesmeisterschaft in Olpe die LP-Mannschaft mit 1476 Ringe einen unerwarteten 4. Platz belegen. In der Mannschaft waren Klaus Türke (373 Ringe), Wilfried Brockman (370 Ringe), Wilfried Becker (369 Ringe) und Rolf Voßhoff (364 Ringe).

Nachdem der Schießstand und der im Vorraum untergebrachte Wirtschaftsbetrieb mit Tresen und Küche behördlich genehmigt wurde, begannen im Vorstand die Planungen für eine groß angelegte Bodelschwingher Schießsportwoche, die im Mai 1982 dann ihre Premiere hatte. Planungen und Konzept dieser im Westfälischen Schützenbund bis dahin einmaligen Schießsportwoche lagen in den Händen des Vereinsmitgliedes Rolf Voßhoff. Bei dieser Schießsportwoche wurden ausschließlich 60 Schußprogramme geschossen. Zu dieser Schießsportwoche kamen insgesamt 289 Schützen um in den verschiedenen Klasse ihren Sieger zu ermitteln und sich von dem neuen Vereinshaus einen Eindruck zu verschaffen. Die bis 1984 im Betrieb befindlichen Handkurbelanlagen wurden noch im gleichen Jahr durch automatische Scheibenzuganlagen der Firm Spieth ersetzt.

Auch die sportlichen Erfolge entwickelten sich immer weiter. So qualifizierte sich mit Horst Claus erstmalig ein Schütze zur Deutschen Meisterschaft. Auf der Landesmeisterschaft des Westfälischen Schützenbundes erreichte Horst Claus in der Disziplin KK 100 Meter mit 290 Ringen die erforderliche Qualifikationsringzahl. Auf der Deutschen Meisterschaft belegte er dann im August 1984 mit 276 Ringen einen Mittelfeldplatz. Im Jahre 1985 wurde Helmut Schnabel in einem spannendem Wettkampf Eintagskönig des SC Bodelschwingh.

Durch die guten Trainingsbedingungen nahm der SC Bodelschwingh in den Gewehr- und Pistolendisziplinen eine Vormachtstellung im Schützenkreis Dortmund-West / Castrop-Rauxel ein. Wahre Leistungsexplosionen und gute Ausrüstung führte dazu, daß der Verein im Schützenkreis Dortmund-West / Castrop-Rauxel keine ernsthafte Konkurrenz zu fürchten hatte. Die Pistolen und Gewehrschützen haben in der kurzen Zeit ihrer Mitgliedschaft in der Landesliga schon einen Namen gemacht.

Leider nahmen in der Zeit die Einbrüche in unser Vereinshaus zu, so daß der Vorstand beschloß, eine Alarmanlage mit Stummschaltung zu einem privaten Wachdienst zu installieren. Dies erfolgte im Jahre 1985. Die Einbrüche nahmen daraufhin drastisch ab. In der Folgezeit blieb der Verein an Einbrüchen verschont. Durch langwierige Verhandlungen mit der Stadtverwaltung gelang es dem 1. Vorsitzenden Wilfried Steckelbach den Pachtvertrag bis zum Jahre 2010 zu verlängern. Zur Vertiefung der Kontakte zu unseren Nacharschaftsvereinen lud der Vorstand am 9.5.1987 zum Eintagskönigschießen ein. Unsere Eintagskönigin wurde Renate Schulz.

Die vielfältigen Aktivitäten der Bodelschwingher Vereine führten dazu, daß auch der SC Bodelchwingh der Interessengemeinschaft Bodelschwingher Vereine beitrat, um gemeinsame Ziele und Forderungen im Verbund zu erreichen. Vom 05.09. - 06.09.1987 feierte der Verein sein 25jähriges Vereinsjubiläum. Für die Bevölkerung bot der Verein einen Tag der offenen Tür mit Preisschießen, Luftballonwettbewerb und Torwandschießen. Am Abend spielten die Blue Birds für unsere Mitglieder und geladenen Gäste zum Tanz auf.

1987 war für den SC Bodelschwingh wieder ein besonders sportliches Jahr. Mit Winfried Suttorp qualifizierte sich nach Horst Claus ein weiterer Schütze zur Deutschen Meisterschaft. Auf der Landesmeisterschaft erreichte Winfried Suttorp die erforderliche Qualifikationsringzahl von 384 Ringe im Luftgewehr. Auf der Deutschen Meisterschaft belegte er mit 556 Ringe einen Platz im Mittelfeld. Im Herbst 1987 baute unser Mitglied Karl-Heinz-Hiddemann einen stabilen Waffenschrank. Gleichzeitig wurde eine gasbetriebene Heizungsanlage von den Mitgliedern W. Becker, J. Schwarz, K. Türke und H. Quidas in das Clubhaus eingebaut. Die Heizungsanlage ersetzte die bis dahin im Winter vorhandenen zwei transportablen Gasöfen. Im Jahre 1988 wurden drei neue Luftgewehre angeschafft und sieben Luftpistolen auf moderne Linbrunner-Abzüge umgerüstet. Die Umrüstkosten hierfür beliefen sich auf rund DM 200 je Luftpistole. Die Modernisierung der Luftpistolen zahlte sich im darauffolgendem Jahr gleich aus. So belegte die LP-Mannschaft in der Landesliga nach 6 Rundenwettkämpfen einen 3. Platz in der Gesamtwertung.

Nach mehreren Jahren der Unterbrechung fand am 5.11.1988 erstmalig wieder ein großer Vereinsausflug statt. Mit einer historischen Straßenbahn der Dortmunder Stadtwerke ging es im gemütlichen Tempo durch die Dortmunder Stadtviertel. Während der Rundfahrt gab es an Bord Musik, gutes Essen und reichlich Getränke. Anläßlich der Jahreshauptversammlung am 10.03.1989 wurden Erika Hirsch und Helmut Schnabel für ihre 25jährige Vereinszugehörigkeit mit einem großen Frühstückskorb geehrt. Gleichzeitig konnte mit großem Stolz der Sportleiter Winfried Suttorp berichten, daß bei den zurückliegenden Kreismeisterschaften der SC Bodelschwingh alle 1. Plätze in den Gewehr- und Pistolendisziplinen gewinnen konnte.

In den Jahren 1990 und 1991 erreichte der Verein seine bis dahin besten sportlichsten Erfolge. So stieg die 1. Luftgewehrmannschaft mit den Schützen Thorsten Jahns, Jan Mirr und Winfried Suttorp 1990 in die Bundesliga auf. Mit Wilfried Meinold qualifizierte sich zudem der erste Luftpistolenschütze des Vereins zur Deutschen Meisterschaft. In der Einzelwertung belegte er mit 551 Ringen den 86. Platz. Nach den LG-Schützen 1990 stiegen 1991 die LP-Schützen in die Bundesliga auf und im gleichen Jahr leider wieder ab. Auch die LG-Schützen mußten 1991 den Abstieg in die Landesliga hinnehmen. Die Wettkämpfe bestritten beide Mannschaften jeweils in Braunschweig, 2 x Dortmund, Frankfurt und Krefeld.

Im Jahre 1991 konnten gleich mehrere Schützen die Fahrkarte nach München lösen. In München belegten unsere vier Schützen mit Martina Günther (LP) den 33. Platz, Wilfried Brockmann (LP) den 59. Platz, Astrid Jüschke (LG) den 58. Platz und Jan Mirr mit KK 100 m den 98. Platz und mit dem LG den 114. Platz. Für den Wirtschaftsbetrieb wurde 1991 hinter dem Tresenbereich ein Lagerraum mit integrierter Kühlanlage sowie mehreren Kühlschränken durch die Mitglieder U. Quidas, J. Schwarz, W. Becker, K. Türke und H. Quidas errichtet. Für ihre 30jährige Mitgliedschaft im SC Bodelschwingh wurde Erika Hirsch auf der Jahreshauptversammlung am 27.03.1992 mit einem großen Frühstückskorb geehrt. 1992 wurden rund 200 qm Fußboden durch Fliesenleger in den Sommerferien komplett neu gefliest. Die Kosten für die Neufliesung betrugen 10.000 DM. Gleichzeitig wurde ein neuer, transportabler Schießtisch gebaut. Aber auch sportlich ging es wieder bergauf. Durch die Verstärkung der 1. LG-Mannschaft mit Rolf Söthe und Michael Beckschulte konnte der Wiederaufstieg in die Bundesliga erreicht werden. Nach Abschluß der Landesliga-RWK belegte die 1. Mannschaft den 1. Platz und schaffte den direkten Wiederaufstieg für die Saison 1993/94.

Auf Initiative des Sportleiters Winfried Suttorp und des 2. Vorsitzenden Klaus Türke richtete der Verein unter der Schirmherrschaft des OB Samtlebe nach mehreren Jahren der Unterbrechung wieder eine Dortmunder Stadtmeisterschaft aus. An 4 Tagen kämpften rund 150 Schützen aus den Dortmunder Vereinen um den begehrten Titel eines Stadtmeisters. Am Ende der Veranstaltung konnte der Sportleiter Winfried Suttorp Vertreter aus Sport und Politik zur Siegerehrung begrüßen. Erfolgreichster Starter war das Vereinsmitglied Wilfried Becker, der sich den Stadtmeistertitel in den Wettbewerben LG und LP Schützenklasse sichern konnte. Weitere gute Plazierungen gingen an Klaus Türke mit der LP in der Altersklasse.

Für seine besonderen Verdienste um den SC Bodelschwingh wurde dem Mitglied und langjährigem Vereinssportleiter Hermann Quidas bei der Jahreshauptversammlung im März 1993 die Ehrenmitgliedschaft verliehen. In seiner Laudatio hob der 1. Vorsitzende Wilfried Becker die vielfältigen Aktivitäten und Ämter von Hermann Quidas hervor. Nach der kompletten Renovierung des Fußbodens im Jahre 1992 wurde im Juli 1993 die Decke (200 qm) im Vereinshaus mit einer neuen Cassettendecke im Baukastenprinzip versehen. Die Kosten hierfür betrugen rund 3000 DM. Die Umrüstung der Decke auf dieses Baukastenprinzip wurde in Vereinsarbeit in den Sommerferien von den Mitgliedern U. Quidas, J. Schwarz, K. Türke und R. Barrenbrügge durchgeführt.

Nach 1992 wurde wieder am letzten Trainingstag vor den großen Sommerferien eine Saisonabschlußfeier für alle Mitglieder durchgeführt. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde der Grillabend wieder ein großer Erfolg. Die Mitglieder nutzten die Gelegenheit, sich in einer gemütlichen Runde zusammenzusetzen und über die Erfolge der zurückliegenden Saison zu plauschen. Bei den Landesmeisterschaften 1993 konnte der SC Bodelschwingh wieder einen großen Erfolg feiern. Gleich zwei Landesmeistertitel gingen an Rolf Söthe in der Schützenklasse (391 Ringe) und an Astrid Jüschke (384 Ringe) in der Juniorenklasse. Mit diesem Ergebnis haben sich beide Sportler zur Deutschen Meisterschaft im August auf der Olympia-Anlage in München-Hochbrück qualifiziert. Dort belegte Rolf Söthe dann mit 580 Ringen den 37. Platz und Astrid Jüschke einen guten Mittelfeldplatz.

Mit Beginn der Saison 93/94 im Oktober 1993 nahm die 1. LG Schützenmannschaft wieder an den RWK der Bundesliga teil. Nach einem sehr guten Start konnte die Mannschaft den Abstieg jedoch nicht verhindern. Um so besser lief es dann jedoch bei den LG Damen. Die Mannschaft mit Astrid und Claudia Jüschke sowie Birgit Ittrich belegten nach sechs RWK mit 6733 Ringen in der Landesliga den 1. Platz und sind somit als 1. Damenmannschaft des SC Bodelschwingh in die Bundesligasaion 1994/95 aufgestiegen. Die weiteren Mannschaften haben die Wettkampfsaison 93/94 mit guten Ergebnissen abgeschlossen. Lediglich die 2. LP-Mannschaft Landesliga und die LP-Mannschaft Bezirksklasse sind aus ihrer Klasse abgestiegen. Besonders gute Ergebnisse erzielte der Schützennachwuchs. Unter der neuen Leitung des Jugendleiters Volker Werkmeister konnten die RWK in der Kreisklasse mit einem 3. Mannschaftsplatz LG abgeschlossen werden. Für die Zukunft werden auch hier sicherlich weitere gute Ergebnisse der noch recht jungen Nachwuchsschützen erwartet.

Im März 1994 fand dann die Jahreshauptversammlung statt. Bei den Neuwahlen wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Als stellvertretender Sportleiter wurde erstmalig eine Frau gewählt. Das Amt übernahm Birgit Ittrich. Der Sportleiter Winfried Suttorp konnte in seinem Sportbericht wieder einmal die guten Ergebnisse der Kreis- und Bezirksmeisterschaften mitteilen. Wie in den vergangenen Jahren haben sich wieder mehrere Mannschaften zu den Landesmeisterschaften qualifiziert.

Am Gründonnerstag stand dann wieder einmal das traditionelle Ostereierschießen auf dem Veranstaltungskalender des Vereins. Bei großer Beteiligung konnten wieder 500 Eier in spannenden Wettkämpfen und Glücksschießen an die Mitglieder verteilt werden. In gemütlicher Runde klang dann beim Rühreiessen der Abend aus. Bei den Landesmeisterschaften lief es dann wieder einmal besonders gut. Die LG-Schützen erzielten mit 1144 Ringen einen hervorragenden 5. Platz. Durch einen Unfall mußte hier kurzfristig auf den Leistungsträger Jan Mirr verzichtet werden. In der Einzelwertung schossen Winfried Suttorp 380 Ringe, Michael Beckschulte 381 Ringe und Thorsten Jahns 383 Ringe. Ebenfalls sehr gut haben sich die LG Damen aus der Landesmeisterschaft als Saisonhöhepunkt verabschiedet. 1124 Ringe bedeuteten einen sehr guten 7. Platz. In der Mannschaft waren Birgit Ittrich, (373 Ringe), Claudia Jüschke (374 Ringe) und Astrid Jüschke (377 Ringe). Bei den Jugendlichen hat sich der LP-Schütze Jens Wertenbach zur Landesmeisterschaft LP qualifiziert. Mit 357 Ringen in der Jugendklasse belegte er einen sehr guten 6. Platz in der Einzelwertung.

Neben den Trainingsstunden liefen die Vorbereitungen zur Stadtmeisterschaft 1994. Nach dem großen Erfolg aus dem Jahre 1993 hat sich der SC Bodelschwingh erneut beim Stadtsportbund Dortmund um die Ausrichtung der Stadtmeisterschaft für 1994 beworben. Die Organisation lag in den Händen von Klaus Türke und Winfried Suttorp. In der Zeit vom 02.05 - 08.05.1994 kämpften dann 167 Schützen in den verschiedenen Wettkampfklassen um den begehrten Titel des Stadtmeisters. Bei der Siegerehrung am 08.06.1994 überreichte das Ratsmitglied Rudolf Lütgehaus die Medaillen und Auszeichnungen. Die Stadtmeisterschaft bildete nach der Wettkampfsaison mit Rundenwettkämpfen und Meisterschaften den sportlichen Ausklang für das Sportjahr 1993/94. Im Vorstand begannen nun noch letzten Planungen und Vorbereitungen für die Saisonabschlußfeier am 10.06.1994. Mit dieser Veranstaltung in gemütlicher Runde sollte für die Vereinsmitglieder das zurückliegende Sportjahr ausklingen.
...
..
.





Seitenanfang